Malta (Mai 2007)

Malta ist eine kleine Insel im Mittelmeer, südlich von Sizilien, von Berlin rund 1800 km entfernt. Malta, als auch die Schwesterinsel Gozo, haben beide recht felsige Küsten und nur wenige Badebuchten mit einem Sandstrand. Dafür hat Malta für Taucher einiges zu bieten.

Anfang Mai 2007 sind wir nach Malta geflogen, um dort zu Tauchen und uns die Insel anzuschauen. Der Flugdauer beträgt ca. 2h 40. Die Fluggesellschaft war Air Malta, man bekommt eine Mahlzeit und Getränke, nur alkoholische Getränke kosten extra. Beim Anmelden des Tauchgepäcks müssen die Maße angegeben werden und der Koffer darf nicht mehr als 15 kg wiegen. Ein Kilo Übergewicht kostet 2,50 Euro. Unsere Koffer hatten alle etwas Übergewicht, wir mussten aber zum Glück nicht dafür bezahlen .

Wir wohnten 2 Wochen im San Antonio Hotel in Bugibba/Qawra im nord-westlichen Teil der Insel. Das Hotel entsprach den Katalogbeschreibungen. Die Gäste kamen überwiegen aus England, ansonsten aus Frankreich, Deutschland, Holland, Italien. Das Frühstück war zum Teil recht englisch gehalten.

Die Zimmer mit Balkon sind geräumig und ausgestattet mit AC, TV (deutsche Sender: ZDF und VOX), kostenlosen Safe, Kühlschrank und Telefon. Das Personal ist nett und freundlich, jeden Tag werden die Zimmer gereinigt.

Die Lage des Hotels ist gut, man hat einen recht gut sortierten Supermarkt um die Ecke, der Busbahnhof ist gleich in der Nähe und auch das Meer, zahlreiche Restaurants und die Strandpromenade sind schnell zu erreichen.

Von der Reiseleitung wurden jede Menge Ausflüge angeboten. Wir haben nur den Ganztagesausflug nach Gozo über die Reiseleitung gebucht. Man kann Malta ganz gut auf eigene Faust erkunden.

Mit den öffentlichen Bussen kommt man fast überall hin, die Preise sind vergleichsweise günstig. Von Bugibba nach Valletta zahlt man 0,23 Lm (rund 0,56 Euro), von Bugibba nach Mdina sind es 0,50 Lm (rund 1,23 Euro). Da die Busse nur Nummern haben, aber nicht Anzeigen in welche Richtung sie fahren. Weiterhin sind den meisten Bushalten keine Fahrpläne vorhanden, man muß selber wissen welcher Bus an dieser Haltestelle wann hält. Sollte man alleine an der Haltstelle stehen, empfielt es sich, dem Busfahrer ein Zeichen zu geben, sonst kann es passieren, dass er einfach weiterfährt ohne anzuhalten. Man sollte man sich am Flughafen, an einer Touristeninformation, an einem Busterminal oder vorab übers Internet (www.atp.com.mt) eine Busmap besorgen. Tip: Unbedingt die Fahrscheine bis zum Ende der Fahrt behalten, man wird kontrolliert, wobei man theoretisch ohne gültigen Fahrschein nicht am Busfahrer  vorbei in den Bus kommt. Wir wurden insgesamt 4x kontrolliert, wir glauben das eigentlich die Busfahrer kontrolliert wurden, ob sie die richtigen Fahrscheine verkauft haben.

Alle Preise, auch in den Geschäften und Restaurants sind in Lm und in Euro ausgewiesen, denn ab 2008 bekommt Malta den Euro.

Zum Tauchen:

Nach einigen Recherchen im Internet und in Tauchforen entschieden wir uns für das Octopus Garden Diving Center.Die Basis liegt am Gillieru Harbour Hotel in St Paul’s Bay und wird von dem deutschen Tauchlehrer Udo Türscherl geleitet. Wir nahmen per Email Kontakt auf um vorab einige Fragen zu klären. Die Basis macht einen guten Eindruck, es wird mit 10, 12 und 15 Liter Stahlflaschen getaucht. Nitrox gibt es ohne Aufpreis. Die Tauchgruppen waren meistens recht übersichtlich, so 3 – 5 Taucher plus Guides. Da die Gruppen recht klein waren und die Wetterverhältnisse gut waren, konnten unsere geäußerten Wünschen hinsichtlich der Tauchplätze erfüllt werden.  Die Tauchplätze wurden mit dem Auto angefahren und wir konnten von der Küste aus zu den Plätzen tauchen; das empfanden wir als sehr angenehm, da wir auf Bootstouren oft ein wenig seekrank werden. Zur Hauptsaison im Juli/August sollen es wohl mehr Taucher sein, so dass die Basis Boote anmietet, um die Tauchplätzen anzufahren. Es gab immer ein ausführliches Briefing mit detaillierten Zeichnungen der jeweiligen Tauchplätze. Ein separater Checktauchgang, wie man es z.B. aus Ägypten kennt, fand nicht statt, aber wir wurden ganz bestimmt auf dem ersten Tauchgang beobachtet. So wurde ein Taucher, der das erste Mal mit der Basis tauchen wollte und nur 17 Tauchgänge hatte, nicht auf einen Wracktauchgang in 36 m Tiefe mitgenommen, sondern durfte erst beim 2. Tauchgang in geringerer Tiefe mitkommen. Sicherheit geht vor.

Wenn man nicht mit in eine Höhle wollte oder einem der Eingang zu eng war, so blieb man halt vor der Höhle mit einem der Guides (das wurde auch im Briefing angesprochen und vor Ort konnte man sich dann entscheiden ob man mit rein wollte oder nicht). Bei meinem ersten Tauchgang auf Malta bekam ich Druckausgleichprobleme auf 8 m, ich signalisierte, dass ich den Tauchgang abbrechen und die ca. 10 -15 m zum Einstieg tauchen würde. Einer der Guides begleitete mich und wenig später klappte es dann und wir machten einen Tauchgang zu zweit. Fand ich super, denn ich hatte mich schon darauf eingestellt, auf diesen Tauchgang verzichten zu müssen.

Nach dem Tauchen gab es an der Basis ein gemütliches Beisammensein mit gratis Kaffee zum Aufwärmen bevor man zurück ins Hotel gebracht wurde.

Malta hat jede Menge Wracks, Riffs, Grotten, Höhlen (mit und ohne Luftkammer), Riffs und Tunnel/Durchgänge. Besonders gefallen hat uns das berühmte „Blue Hole“ auf Gozo. Die Wassertemperatur im Mai lag so bei 17-19 Grad, ein 7 mm ist empfehlenswert, auch eine Lampe für die Höhlen und Wracks sollte man mitnehmen. Die offizielle Webseite der Basis ist www.octopus-garden.com.

Empfehlenswerte Ausflüge auf Malta:

Tarxien Tempel: Es ist die größte Tempelanlage der maltesischen Megalithkultur. Dort kann man auch das Innere des Tempels besichtigen (Eintritt: 1 Lm (ca. 2,50 Euro)).

Hypogäum: Diese unterirdische Sakralanlage ist absolut sehenswert. Die Tickets sollte man schon vor dem Urlaub übers Internet (http://www.heritagemalta.org/hypogeum.html) buchen, da es eine Besucherbeschränkung von 70 Personen pro Tag gibt, um diese Stätte so lange wie möglich zu erhalten, somit ist es meistens schon Wochen im voraus ausgebucht. Fotographieren im Hypogäum ist leider nicht erlaubt.

Die Hauptstadt Valletta: Hierfür sollte man ruhig einen Tag einplanen, es gibt viel zu sehen.

Die St. John’s Co-Cathedral ist Johannes dem Täufer, dem Schutzpatron des Johanniterordens, geweiht. Der Boden besteht aus hunderten von unterschiedlich gestalteten Grabplatten aus Marmor, sie erzählen vom Leben und den Taten der einst darunter bestatteten Ordensritter. Man bekommt einen Audioguide in deutscher Sprache.

Die St. Paul’s Shipwreck Kirche in der St. Lucia Street ist ebenfalls eine prachtvolle Barockkirche,  allerdings ohne Massenandrang wie bei St. John’s Co-Cathedral, der Eintritt ist frei.

Beim Besuch des Großmeisterpalast lohnt es sich einer Führung anzuschließen, da es leider keine Audioguides gab.

Für einen guten Ausblick auf die Stadt, seinen Hafen und die 3-Cities bieten sich die Upper und Lower Barracca Garden an.

Die alte Stadt Mdina ist komplett von einer Festungsmauer umgeben. Man kann gemütlich durch die kleinen Gassen schlendern, vormittags hat man die Stadt fast für sich allein, erst ab Mittags kommen die Touristenbusse. Ein Tip ist das Fontanella Tea Gardens, hier gibt es u.a. leckere Kuchenspezialitäten und man hat einen sensationellen Ausblick über die ganze Insel.

Die St. Paul’s Katakomben waren zeimlich groß und sehr interessant, man bekommt einen Audioguide in deutscher Sprache.

Weniger empfehlenswerte Ausflüge:

Die Tempel Hagar Qim und Mnajdra Tempel (Kombi-Ticket: 3 Lm (ca. 7,50 Euro)) kann man nur von außen besichtigen, so sieht man leider nicht viel. Die Bestimmung ist neu, wurde von der Kulturbehörde beschlossen um die Tempel zu erhalten.

Von den Dingli Cliffs waren wir enttäuscht, man konnte kaum die Klippen sehen und so spektakulär, wie im Reiseführer beschrieben, waren sie auch nicht .

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